Fotoführung Zeche Zollverein

24.04.2016

Fotoführung Zeche Zollverein

Seit 2001 gehört die Zeche Zollverein zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mehr als 1,5 Millionen Gäste aus aller Welt besuchen jährlich die „schönste Zeche der Welt.“

Wir können den Besuch der Zeche, die ein Meisterwerk der Bergwergsarchitektur ist, nur empfehlen. Sei es zu einer Führung, oder einem der zahlreichen Events auf dem Gelände.

Eingeladen zu einer Fotoführung durch die Zeche Zollverein wurden mein Kollege und Ich (Andreas) von einem Fotoclub. Das besondere an den buchbaren Fotoführungen: Man hat ausreichend Zeit, seine Fotos zu machen und kommt dazu in Bereiche, die ansonsten für Besucher gesperrt sind.

Natürlich erhält man auch einen Einblick in die Geschichte und Funktionsweise der Zeche.

Die Führungen sind buchbar unter: https://www.zollverein.de

 



24.04.2016 - am Nachmittag

Eine exklusive Führung durch die Kokerei

Unsere Fotoführung durch die Zeche war bereits am späten Mittag vorbei. Also beschlossen wir, noch einen Blick auf die nebenan gelegene Kokerei zu werfen.

Vor dem gewaltigen Industriekomplex erwartete uns ein kleines Info-Häuschen. Auf die Frage: Können wir hier einmal schauen bekamen wir die Auskunft: Nur mit Führung – die nächste startet jetzt!

Kurzentschlossen bezahlten wir – und aus dem hinteren Teil des Pavillons kam ein etwa 60 Jahre alter Mann: „Na dann mal los!“

Mein Kollege und ich waren die einzigen. Eine exklusive Führung zu dritt. Abgefahren!

So stellte sich heraus, dass der Mann einst in der Kokerei gearbeitet hat – vom ersten Tag 1961 bis zum Schluss 1993. Die Kokerei war einst die modernste Europas, und gehört heute wie die Zeche zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mehr als 1100 Menschen waren hier beschäftigt, um die Braunkohle zu Koks zu verarbeiten. 304 Öfen produzierten in Spitzenzeiten eine Leistung von 8000 t täglich. Das Hauptprodukt Koks wurde für die Verhüttung in der Eisen- und Stahlgewinnung eingesetzt.

Aufgrund der Stahlkrise in den 1990er Jahren und der damit fallenden Koksnachfrage wurde die Kokerei am 30. Juni 1993 stillgelegt.